Schlüchtern hilft Haiti

Das Erdbeben am 12. Januar 2010 traf die Haitianer mit unvorstellbarer Härte. Als eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre war Haiti besonders verwundbar. Beim Gebäudebau wurde nicht auf stabile Konstruktion und statische Vorgaben geachtet, so dass in den betroffenen Orten nur wenige Häuser dem Beben standhielten. Besonders dramatisch ist die Situation in Port au Prince, wo mehrere große Stadtteile völlig zerstört sind. Weitere Orte wie Carrefour oder Léogâne sowie ungezählte Dörfer in der betroffenen Region sind ebenfalls teilweise vollständig zerstört.

"Unsere Hauptstadt hat durch die Bodenerosion keinen stabilen Untergrund. Die auf den Hügeln gebauten Slums sind einfach in einer Schlammlawine komplett abgerutscht", berichtete unser Kollege Eduard Aimé aus Haiti am Tag nach dem Beben. Selbst die stabilsten Gebäude wie der Präsidentenpalast, Ministerien oder die Kathedrale wurden zerstört.
Mehr als 150.000 Menschen starben bei dem Erdbeben, ca. 200.000 wurden verletzt, ca. 1 Mio. Menschen wurden obdachlos. Mehr als 230.000 ziehen von Port-au-Prince in die ländlichen Gebiete. Wahrscheinlich wurden 3 Mio. Haitianer, ein Drittel der Bevölkerung, von dem Beben betroffen.
Das vorhandene Gesundheitssystem ist durch den Katastrophenfall völlig überfordert. Wegen der unzureichenden Infrastruktur gestaltet sich die Logistik schwierig. Die innere Sicherheit in der Krisenregion ist, insbesondere nachts, nicht gewährleistet. Wegen der noch immer schlechten hygienischen Situation und medizinischen Versorgung besteht die Gefahr der Ausbreitung von Seuchen und Infektionen.

Durch eine einzigartige Aktion der Aktionsgemeinschaft Schlüchterner Vereine und den Maltesern sind über 19.000 Euro gesammelt worden.

So wurde an einem Samstag im Februar ein Zelt das von der Fa. Lambert gesposert wurde, vor dem Rathaus in der Obertorstraße aufgebaut. Dort befand sich nun das Epizentrum der Aktion. Hier wurde Kaffee und Kuchen (der von den Ulmbacher Frauen gebacken wurde verkauft). Vor dem Zelt verkaufte die Fa.Wytrikus Bratwürste (die sie natürlich gesponsert hat) mit Brötchen (die wir von Hr. Stehling, Cafe Fabrice, umsonst bekommen haben). Im Zelt verkauften noch einige Frauen vom Türkischen Verein Spezialitäten, die alle sehr lecker waren.

Auf der Straße gab es noch einige Aktionen und hier fand auch die Tombola statt, mit sehr vielen Preisen die alle von Schlüchterner Geschäften gesponsert waren.

Außerdem gab es noch einige sehr großzügige Geldspenden, so das wir durch diese tolle Aktion sehr viel Geld sammeln konnten.

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei allen die hierzu beigetragen haben, mit dem Wissen wenn es irgendwo Not am Mann ist,  "Schlüchtern hilft"

Danke