Kirche Medjugorie

Medjugorie

Es war 1989 als die Schlüchterner Sanitätsgruppe zum ersten mal mit Medjugorie in Kontakt kam. Wir waren mit einem Team aus Ravensburg, die schon einige Tage vor uns da waren, im Einsatz.

Die Malteser Station befand sich an einer Hauptstraße die direkt von der großen Kirche hin zu den Bergen (Krizevac - Kreuzberg und Podbrdo - Erscheinungsberg) führt. Sie war untergebracht in einem Bankgebäude das während dem Krieg geschlossen wurde. Hier waren Behandlungsräume, Büro unten und Küche und Unterkünfte im oberen Stock untergebracht. Anfangs konnten wir dort keine Wundversorgungen machen und mußten die Patienten zu einer staatlichen Ambulanz nach Citluk fahren. Dort war es nicht sehr sauber und steriles Material gab es nur wenig. Viele Patienten wurden ohne Betäubung (gab es nicht) zusammengeflickt  und wir konnten die Schreie noch draußen vor der Tür hören.

Die Ravensburger waren wie gesagt schon ein paar Tage vor uns da und betreuten das Jugendfestival bei dem es wohl während eines Frühstücks in eime großen Verpflegungszelt verdorbene Eier gab und so mußten die vier Ärmsten ca.600 kotzende, teils mit Fieber und Durchfall erkrankte Jugendliche Betreuen. Man kann sich den Gestank in dem Zelt vorstellen. Unterstützt wurden sie von den Padres und den zu Hilfe gerufenen spanischen Soldaten, die zu dieser Zeit noch in einem S-Fort Kamp in Medjugorie  waren. Zu allem Übel kam es an diesem Wochenende zu einem Unfall zu dem sie gerufen wurden und einer Reanimation auf offener Straße.

Wir machten unseren Dienst am Kirchplatz, am Kreuzberg, am Erscheinungsberg mit einem KTW und natürlich waren wir in der Ambulanz. Wir versorgten viele Verletzt mit Abschürfungen, Prellungen, Distorsionen, Frakturen, Rißwunden bis zur Comotio. Auch kamen einige Einheimisch mit ihren alltags Wewechen oder Eltern mit Kleinkindern die ihre Kinderkrankheiten hatten. In Medjugorie gab es sonst nur einen Gynekologen weshalb die Arbeit sehr vielseitig war. Unterstützt werden die Teams von zwei Krankenschwestern und Ärztinnen die von den Maltesern bezahlt werden. Trotz der großen Anzahl von ausländischen Besuchern die wirklich aus der ganzen Welt kamen hatten wir nie wirklich Verständigungsprobleme.

So fuhren wir nach unserem Einsatz mit einer inneren Ruhe und der Gewißheit nach Hause:"Wir kommen wieder"

Der damalige Leiter der Ambulanz Luka Mustapic, der nach einer schweren Krankheit hier in Deutschland verstarb wird uns immer in Erinnerung bleiben. Jeder der in kannte hat ihn sehr geschätzt.

 

Besuch bei den Maltesern in Omis / Kroatien

Malteser Omis
Schlüchterner Malteser und die Delegation aus Omis

2001 besuchte die Mannschaft die in Medjugorje Dienst machte, an einem freien Tag, die Malteser in Omis / Kroatien.

Wir wurden von Fr. Prof. Lapindar sehr herzlich in ihrer Unterunft in Omis begrüßt. Nach einem kleinem Rundgang durch die Lager, Aufenthaltsräume, Behandlungsräume u.s.w. berichtete uns Fr. Prof Lapindar von den Aktivitäten und den Nöten der Gruppe. Wir wurden von einer der Ärztinnen die in ihrer Freizeit hier ärmste Menschen versorgt, in das Hospital von Omis eingeladen um uns ein paar Eindrücke zu machen von den dortigen Verhältnissen.

Nach der Besichtigung hatten wir noch einen Termin beim Bürgermeister von Omis, wo wir uns in das Buch der Stadt Omis eintragen durften. Natürlich wurden noch ein paar "Orden" getauscht bis wir uns wieder auf den Heimweg machten. Besonders schön war es das uns der Leiter der Station von Medjugurie, Hr Luka Mustapic, begleitete, den wir sehr schätzten.